Rad am Ring

Von 3 meiner Arbeitskollegen hatte ich mich überreden lassen, am 24h-Rennen (Kategorie Rennrad) auf der Nürburgring-Nordschleife am 1. und 2. August als Einzelstarter teilzunehmen. Ziel ist, innerhalb von 24h, möglichst viele Runden zu fahren – in separaten Kategorien gibt es auch Team-Wertungen. Nachdem ich mir ein paar Tage vorher das Streckenprofil im Internet angeschaut hatte, war meine positive Gundstimmung mit leicht nervösen Zügen gekreuzt – immerhin bietet die Strecke auf 24km runde 500hm mit einem knapp 5km langen, 280 hm Differenz und bis zu 17% steilen Anstieg („hohe Acht“). Mangels eines eigenen Rennrades verschönerte  ich mein MTB mit einem Satz Conti-Grand-Prix-Schlappen (28mm breit und ich muss gestehen es sah echt sch… aus) und machte mich morgens auf dem Weg zum Nürburgring. Bei diesem Rennen hat man die Möglichkeit direkt auf dem Ring zu übernachten wovon meine Kollegen und ich davon Gebrauch machen wollten (24h Nonstop auf dem Rad wollten wir beim ersten Anlauf den Anderen überlassen…) und so hatten wir Zelt, Grill, eine kleine satte Ladung an Fleischspießen, Hähnchenbrüsten, Kuchen und  Spaghetti Bolognese und flüssige Kohlenhydrate im Gepäck.
Nach erfolgreichem Aufbau der Utensilien war es auch schon Zeit sich in die Startaufstellung zu begeben. Vor Schreck stellte ich fest, dass meine Gangschaltung die Anreise nicht unbeschadet überstanden hatte – die Kette wollte nicht mehr auf den oberen 3 Kränzen halten und sprang immer wieder auf den 4. Kranz runter – und der Fahrradflüsterer war auch nicht zu sehen 🙁  
Da der technische Service vor Ort mein Schaltproblem auch nicht beheben konnte (der Schalthebel macht nicht mehr das was er soll und ein Ersatzhebel war nicht vorhanden) , entschloss ich mich mit einem 18-Gang-MTB zu starten. Rechtzeitig zum Startschuss reihte ich mich  am Ende des riesigen Feldes ein und los ging’s. Nach wenigen Kilometern kam die erste interessante Stelle: die Abfahrt durch die Fuchsröhre – einfach nur Hammer diese Abfahrt (ich dachte, dass 82km/h schnell wären und wurde direkt eines Besseren belehrt als ein anderer Teilnehmer an mir mit ca. 100km/h vorbeiflog). Bei einer Temperatur von 30° und blauem Himmel war der Aufstieg zur hohen Acht richtig schweißtreibend – die schattenspendende Bäume auf der Rennstrecke habe ich wirklich vermisst 😉  Nach den ersten 4 Runden war die Zeit für eine größere Pause gekommen und der Grill wurde angeworfen. Nach erfolgreicher Stärkung folgen noch 2 Nachtrunden bevor wir uns dem Absacker und der wohlverdienten Nachtruhe widmeten… Der nächste Morgen war der absolute Gegensatz zum Vortag: Regen, kühle 15° und ein Wind der unser Zelt fast abheben lies…. Nichtsdestotrotz fuhren wir noch ein paar gemütliche Runden bis das Abenteuer zu Ende ging.
Die Fahrt-Bilanz für die Kalorienzähler unter uns: 7.900kcal (wiederaufgefüllt mit 9 Bananen, 1kg Kuchen, 500gr Spaghetti, mehrere „Häppchen“ Grillgut sowie (während der Fahrt alkohlfreie) Flüssigkeiten in rauhen Mengen …)

verpflegung.JPG  lange-gerade.JPG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.