Tour de Culture – Auf den Spuren von Indutiomarus

Die „Erste“ Tour de Culture war sehr gut besucht, von – Hermann Backes. Ab 17.40 Uhr radelten wir am Tennisheim los. Hermann strotzte nur so vor keltischer Kraft und sein Bike strahlte unbändige Fahr-Natur und Lebensfreude aus. Ab auf den Bitschberg – Richtung Imsbach und unterwegs trafen wir dann auf das erste Kelten-Paar: Ute und Peter. Ute die Gute erklärte mir denn auch die Ursache für die VIELEN Mitfahrer: „die Tour ist zu ambitioniert“, jedenfalls am Anfang der Saison. Ok, berechtigte Kritik ist angekommen. Doch Hermanns Draht-Pferd lies sich davon nicht beirren und rannte flux weiter, vorbei am Keltengrab „Fuchshübel“ aus der Latene-Ära (im Hintergrund die Befestigungsanlage der Kelten auf dem „Mummerich bei Gronig“). Weiter über den Peterberg – bestaunten wir die Höhenzüge, auf denen allesamt vor 2000 Jahren eine größere oder kleinere Ringwallanlage, womöglich als Oppida zu verzeichnen war. Womöglich haben sich die alten Kelten mit Lichtzeichen verständigt. Jedenfalls, wenn man vom Peterberg aus die Höhenzüge betrachtet, dann wäre das eine Möglichkeit der frühen Kommunikation, so unsere Phantasie.
Während mein Durchschnittspuls immer mehr kletterte, rissen wir auch noch die letzten Höhenmeter bis auf die Krone des „Hunnenrings“ ab. Und Hermann hatte so richtig viel Spaß, als er hörte, dass Indutiomarus wohl der reichste keltische Stammesfürst der Treverer war. Leider kann man ihm heute keine Finanzberatung mehr angedeihen lassen. Seine Burg ist kaputt und die Römer haben verschwiegen, wieviel Gold sie „uns“ Kelten seinerzeit geklaut haben und nach Rom exportiert haben. Jedenfalls wählten wir kurz entschlossen, die schnellste Variante zurück über Kastel, Primstal (kommt womöglich von „Prinzdal des Sohnes von I., wo dieser seine Rinderherde hütete?“) – weil es wurde doch bitter kalt. Und zu Hause angekommen, musste ich eingestehen – JA, die Tour ist für die an „Kultur“ Interessierten, potentiellen Mitradler sportlich zu ambitioniert.

Ergo, die „Tour de Culture“ wird angepaßt – künftig nur noch ca. 40 – 50 km, max. 800 Hm und 15 – 16er Schnitt. Die nächste Tour de Culture findet Mittwoch, 11.5.2011 ab 18.00 Uhr am Tennisheim statt. Wir streifen durch das „Land des Heiligen Wendelinus“.

2 Gedanken zu „Tour de Culture – Auf den Spuren von Indutiomarus

  1. Tolle Berichterstattung und eine herrliche Biketour, gespickt mit viel geschichtlichem Hintergrundwissen unseres neuen und bestens vorbereiteten Tourguides. Laßt euch die künftig angebotenen Touren nicht entgehen. Ihr werdet überrascht sein! Streckenlänge, Tempo und Höhenmeter werden angepasst, so dass sich die Touren für Jedermann und jede Frau eignet. Kompliment an den Geschichte-Professor. Habe ich doch in der vergangenen Nacht gegen auf dem Hunnenring gegen die Kelten gekämpft!

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