FAHRRADANSICHTEN

Hallo zusammen, ich möchte mich zunächst einmal kurz vorstellen! Mein Name ist CUBE AMS CC Schwarz/Grau und mein Besitzer ist der Fahrer mit dem Wahlspruch „Wenn de schon schei..e färschd, dann muschde wenigschdens gudd aussiehn“! So zwang er mich am Samstag erneut zu einer Tour. Zum obligatorischen Treffen am Tennisheim gesellte sich erneut die Canyonfraktion, im Einzelnen mein Freund XC 8.0 aus der Donnerstagsrunde, sowie die Gebrüder LUX in L und M. Bis dahin war alles o.k.! Doch dann, „was ist das denn für ein Prolo?“ Ein 29“ (inkl. Gummi) bereifter Spezialist kam an und machte schon gleich auf Angeber. Sein Name „Stumpjumper“ sagte schon alles. Nur weil des Fahrers Lieblings Bike-House meinen Namenskollegen nicht rechtzeitig wieder herstellen konnte, musste nun der Prolo hier antanzen. Unter uns, der war mir schon jetzt ein Dorn im Auge.

Hier ein kleines Gruppenfoto von uns: p1020332.JPG

Die obligatorische Wartezeit und schon wurde auf mir rumgetreten. Zunächst über schon unzählig male gefahrene Wege Richtung „Schwarzer Stock“, den „Lange Wääsch“ überquerend, den Holzweg und die Sombach in Richtung Primstal. Ebenfalls mir bekannte Wege über Kastel nach Nonnweiler/Bierfeld. Hier wie üblich entlang der gut ausgebauten Bahntrasse nach Hermeskeil. Ohne mein Nachbar-Cube ging es gemächlich und in „Belgischer Kreisel Formation“ entlang der geteerten Bahntrasse in Richtung Reinsfeld. p1020325.JPG

Irgendwann auf diesem Teilabschnitt ging es rechts ab, da als Ziel die „Bescheider-Mühle“ ausgeschrieben wurde. „Zielsicher“ führte LUX M die Truppe an. Jegliche Sehenswürdigkeiten wie z. Bsp. der Ehrenfriedhof Hinzert, eine kleine Mariengrotte mit Teichanlage, ja sogar den Sportplatz vom SC Beuren wurden uns vorgestellt. Ich habe jetzt noch die ständigen Worte des Guides „hei sinn mer rischdisch“ im Ober(r)ohr! Über Singletrials des Saar-Hunsück-Steigs ging es weiter in Richtung Etappenziel. An einer Fischerhütte meinte mein Reiter ich hätte einen Plattfuß! Wie kommt er auf diesen schmalen Gedanken. Ich war doch noch am Morgen durch den Doktor top gewartet worden. Naja, vielleicht wollte er einfach nur die Aussicht genießen und mit angeln?

Weitere „fast“ fahrbare Saar-Hunsück-Trials führten uns zur Bescheider-Mühle. Auch die Bremsversuche des XC 8.0-Fahrers auf dem Schaltwerk einen Abhang hinunter blieben Gott sei Dank ohne Folgen für meinen Freund. Schwein gehabt: p1020330.JPG

Etwas enttäuschend fand ich die Tatsache, dass wir alle am Zielpunkt einfach in die Sonne gestellt wurden und die Herren sich im Schatten mit einem Weizenbier vergnügten. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor in der sekündlich der Druck in meinen Reifen anstieg, bis mein Herrchen sich endlich wieder zu mir hin bewegte. Auf dem direkten Wege nach Reinsfeld hättet Ihr die Driver mal hören sollen, „330 Hm an einem, das hatte es schon in sich“! Wer hat den hier die Arbeit gemacht? Wer hat die stolprigen Steinpassagen ohne UTSCH und AU überwunden? Wer hatte ständig mit der Gefahr leben müssen einen Stock in`s Ar… (Schaltwerk) zu bekommen?

Im Wadrilltal ließen es die Fahrer dann mal wieder so richtig krachen (meinten Sie zumindest). Für mich war das die entspannenste Phase der Strecke. Ich muss gestehen, bin auch zwischendrin mal eingenickt. Eine kleine Erschütterung weckte mich wieder, ich schaute, ach ja die Wederner Holzbrücke. Weiter über Wadern, Lockweiler nach Primstal ging die Route. Auf diesem Teilabschnitt hatte nun mein „Spezial Freund“ das 29er vollends verschissen. Nur weil bei seinem Besitzer in Thalexweiler wohl das Öl ausgegangen war, mussten wir uns auf dem ganzen Weg das Gejammer, und Gequietsche anhören. Dies hatte ich zuletzt bei meinem Cubefreund dem LTD aus dem Wällerchen gehört, dessen Besitzer es wohlwollend mit Fettentferner statt mit Öl behandelt hatte. Nun zum wiederholsten Male die Wiesbach und schon merkte ich in meinem Tretlager wie mein Fahrer wohl wieder das Weizenbier in den Riechkolben bekam. Kurz mal 2 Stunden an den Zaun gestellt, dann noch 200 Meter und ich war zu Hause. Dreckig wie immer wurde ich an den Wandhalter gehangen und alleine im Dunkel der Garage zurückgelassen. Etwas mehr hätte ich doch wohl verdient? Oder meint Ihr nicht?

93 Km     1295 Hm     18,9 Schnitt

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13 Gedanken zu „FAHRRADANSICHTEN

  1. War eine schöne Tour mit Euch Kinderrädern – nur mein Fahrer jammert über Muskelkater in den Beinen – ich kann nichts dafür, wenn der Kerl nichts drauf hat und mir die Schuld dafür in die Reifen schieben will… Bergrunter hat’s ihm aber gefallen:-)

  2. Hey AMS welche Drogen hat dir denn dein Fahrer gegeben um solch einen Beitrag zu kreeee….ieren!!
    Möchte auch so was!!
    Übrigens, mein Herrchen kennt nun sogar den Unterschied zwischen Fettlöser und Kettenöl……dem LTD zum Dank 😉
    Coole Tour und cooler Bericht.

  3. Sehr gut geschrieben.

    Ich glaube einem Canyon würde sowas nicht einfallen.
    Man sagt aber die Cubes würden aus verschrotteten, eingeschmolzenen Canyons hergestellt.

  4. Nerve x 8.0 sagt: Wenn der Cube-Fahrer so gut fahren könnte wir er schreiben kann, dann wäre das ja nicht mehr auszuhalten. Ich schlag ihn als Pressesprecher für die Alternativen vor.
    Schöne Tour, toller Bericht.

  5. He AMS, hast du schon mitbekommen daß dein Fahrer auf einer „Roadlite-Tussi“ gesehen wurde. Ist eine Schwarze mit 28 Zoll Dingern und einem 120er Vorbau.
    Er nimmt die Tussi ganz schön zwischen die Beine. Ich habe selbst mitbekommen wie er nach Luft schnappte.

  6. He LTD, ich weiß, die Tussi hängt schräg über mir und ist voll eingebildet. Sie meint wohl Sie wäre was Besseres nur weil Sie aus Koblenz sprich aus der Stadt kommt. Aber das ganze hat auch sein Gutes! Wärend mein Fahrer Sie vergewaltigt, lässt er wenigstens meine Kurbel in Ruhe. Schade nur, dass mein Freund CROSS COMP dafür die Garage verlassen muss!

    An alle Anderen ein recht herzliches Dankeschön für die zahlreichen Kommentierungen. Aber zum Schutz meines Fahrers sei zu sagen: Zitat Felix Magath „Er hat Qualität, denn Qualität kommt von quälen!“

  7. @ Birgit: Kannst ja auch mal dein Canyon schreiben lassen….mal sehen was dann rauskommt, wenn ein rassiges Canyon auf die Tasten haut. Das wird bestimmt noch obersupermegabessergeiler.

  8. Die Canyon´s aus dem Lerchenfeld könnten das allein gelassene AMS trösten. Vorstellbar nach dem tollen Bericht wäre, dass das herausgeputzte Canyon XC 7.0 w eine tolle Sause beim Saarschleifenmarathon mit dem abgehangenen AMS wagen könnte. Voraussetzung ist, dass es aus den Ketten des Canyon 8.0 plus, des kleinen Radon´s und selten bewegten Centurions frei gelassen wird, auf dem 3-fach-Ständer noch Platz findet und nicht verspritzt (nass) wird.

  9. Hallo Canyon XC 7.0 w, ich könnte mir nichts schöneres vorstellen als mit Dir bei schönem Wetter die eng geschlungenen Trails im Nadel- und Laubwald der Saarschleifenerhebung zu durchlaufen. Um es auf den Punkt zu bringen: Zitat eines Spezialfahrers; Dies wäre „EIN TRAUM“!
    P.S.: Für Dich ist immer Platz auf meines Fahrers 3-fach Ständer!

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