Archive für Juni 2011
KEINE GNADE FÜR DIE WADE!
30.6.2011 von Christoph.
Da zu Hause wohl kein Rad mehr gefahren wird, meldet sich die Meransentruppe einfach mal aus dem Urlaub.
Getreu unserer Trikotbeschriftung begannen wir die ersten Tage!
Sonntag (Tag 1)
Durch entsprechend frühzeitige Anreise konnte der Sonntag noch unterschiedlich genutzt werden. Hier wurden erste Höhenmeter mit Fahrrad, Wanderschuhen oder Bergbahn zurückgelegt. Bei Temperaturen bis 32°C genoss man die ersten Eindrücke in vollen Zügen.
Montag (Tag 2)
Aufgeteilt in 2 Gruppen (Verhältnis 4 zu 10) machte Eine die Gegend um Meransen unsicher und die Andere fuhr über erste Trails in die Innenstadt von Brixen. Nach der Mittagspause mit Pizza und Eis ging es um das Apfelplateau wieder in Richtung Unterkunft zurück. Bereits jetzt mussten wir die ursprünglich geplante Wegstrecke wegen „aufgeplatzter Wade“ kurzerhand umlegen und auf direktem Weg zurückfahren. Einziger Vorteil, die Kinderbetreuung war somit für die nächsten Tage geklärt.

Dienstag (Tag 3 – Männertour)
Ohne zu wissen was folgen würde machten sich 10 Männer in Richtung Klausen (mit dem Auto) auf den Weg. Vom externen Guide schon erwartet, fuhren wir auf dessen geplante Strecke. Diese sah ca. 2000 Hm und 43 Km vor. Das die Aufteilung allerdings 1800 Hm auf die ersten 19,6 Km und die restlichen 200 Hm auf 23,4 Km verteilt waren, war selbst für unsere versiertesten Fahrer eine völlig neue Erfahrung. Nach ca. 600 Hm war auch das Ziel schon zu erkennen.

Auch im Nachhinein kamen Einzelheiten wie z. Bsp. dass der Guide den Iron-Man in 4 Wochen mitmacht und dass seine Bestzeit auf dieser Strecke bei 1h 40 Minuten lag ans Tageslicht. Fazit, die Jugend hatte noch Power, der Rest hat überlebt!

Mittwoch (Tag 4)
Nach entsprechender Einteilung machte sich ein Teil der Mitfahrer auf den Weg nach St. Ulrich. Hier folgten moderate Anstiege (Durchschnittlich ca. 10%), herrliche Aussichten, Trails aus Verbundsteinbelag und flowige Abfahrten. Geniale Bergmassive, traumhaft gelegene Bergorte und überteuerte Hütten machten diesen Tag zu einem wirklich besonderen Erlebnis. Aus meiner Sicht wird diese Tour in 6 Wochen wiederholt.

Donnerstag (Tag 5)
Dicke Beine, schweißtreibende Luftfeuchtigkeit, zwei Almen, 2 Aufsteiger, 6 Downhiller, aufklarendes Wetter, Wegrutscher, Überschläge ohne Folgen begleitete die Regenerationsrunde am heutigen Tag. Hier war die Jugend erneut nicht klein zu kriegen. Ständig wiederholende Technikeinheiten, rumhüpfen an Steilhängen, Bänken und Felsbrocken störten den Rest der Truppe beim Einkehrschwung allerdings nicht.

Aussichten (Tag 6 und 7)
Rundwanderung über eine Stecke von 16 Km und ca. 1300 Hm sowie eine letzte Radrunde lassen auf zwei weitere tolle Tage in dieser super tollen Umgebung hoffen.
Wir alle grüßen die “Zurückgebliebenen” aus dem sonnigen Meransen und wünschen noch ein paar schöne Tage.

Einträge der geballten Frauenpowerrunden folgen in Kürze!!!
Nass, Nasser, BATSCHnass !!!
23.6.2011 von Christoph.
Ob es an der Teilnehmerzahl lag oder einfach daran, dass die Wettervorhersage am heutigen Tag einmal mehr Recht behalten sollte wussten die mutigen DREIZEHN noch nicht als sie sich ab Tennisheim zu einer „normalen Tour“ aufmachten.
Teilweise etwas leichter bekleidet oder einfach weniger Verpflegung an Bord ließen mich erkennen, dass ich nicht alleine der Meinung war, dass der Zummethof bei dieser Wettervorhersage keinen Sinn machen würden.
Dem Guide folgend fuhren wie ursprünglich geplant über den Bitschberg, die Wiesbach, Dagstuhl, Wadern, Wedern in Richtung Norden.
Ab diesem Zeitpunkt merkte man schon in den eigenen Reihen eine leichte Unruhe einkehren. „Wohin solls denn eigentlich gehen?“ waren die Fragen die einige zwar nicht über die Lippen aber im Gesicht stehen hatten.
Nicht gerade Lautstark kam dann die Aussage „Zummethof“ zurück. Man wollte es wohl trotzdem probieren.
Nach kurzer Absprache waren sich dann ein paar wenige einig, auf der Strecke irgendwann die Biege zu machen. Nun nachdem es am Grimburgerhof zu regnen begann konnten wir uns durch kurzes Unterstellen noch einmal vor dem groben Nasswerden schützen. Allerdings kam es kurz nach dem Neustart so wie es kommen musste. Ein kräftiger Schauer lies uns die Brühe in allen Ritzen spüren. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren auch die hartgesottensten Mitfahrer davon überzeugt den Weg Richtung Mosel nicht mehr anzutreten. An dieser Stelle muss ich mich allerdings berichtigen, zwei aus der Gruppe machte dies nichts aus. Sie hatten schließlich am letzten Wochenende auch dafür schon trainiert! 
Man entschied sich in Richtung Morscholz die Heimreise anzutreten. In Noswendel teilte sich die Gruppe. Fünf fuhren auf direktem Weg nach Hause. Einer hatte sich zuvor zu einer eigenen Tour bereits abgesetzt, und die übrig gebliebenen Sieben machten einen Einkehrschwung am Noswendler See bei Kaffee und Kuchen. Nach einem oder zwei kleinen Regenschauern machten auch Diese sich über Bahntrasse und Wiesbach auf den Nachhauseweg!
Fazit: Ziel nicht erreicht, Nass bis auf die Haut, verdreckt bis in die hinterste Ecke, trotzdem geile Tour!
INFO “Zummethoftour”
22.6.2011 von Christoph.
Hallo,
Wegen der für Morgen gemeldeten Wetterlage (unbeständig mit Schauern) werden wir kurzfristig das geplante Ausflugsziel auf unbestimmte Zeit verschieben!
Stattdessen werden wir uns heimatnahe Routen unter die Räder nehmen!
Dies hat den Vorteil die Abfahrtzeit bei Regen variabel zu gestalten und schnell wieder trocken am heimischen Ofen zu sitzen.
Vorerst bleibt es allerdings bei 10:00 Uhr ab Tennisheim!
Gruß
C.H.
Hart, härter- Ultra Bike Marathon 2011
20.6.2011 von Hermann.
Ausgerechnet die 14. Rekordauflage des Black Forest Ultra Bike-Marathon in Kirchzarten erwies sich am heutigen Sonntag als die extremste aller Zeiten: Denn die 4.779 Starter - 5.174 waren gemeldet - erwartete die wohl fiesesten Umstände: Hagelschauer sorgten in Bärental/Altglashütten für teilweise schneebedeckte Abschnitte. Dazu Temperaturen von gerade mal vier Grad Celsius. Obendrein noch ein heftiger, böiger Wind. Der Schwarzwald zeigte den Teilnehmern des größten Mountainbike-Marathons in Mitteleuropa zum allerersten Mal seine ganz brutalen Seite…So beschreibt der bestens organiserte Veranstalter das diesjährige Bike-Event 2011 von Kirchzarten. Berichte wie auch Bildmaterial und Kommentare folgen in Kürze !!!

Ja das war er, der Ultra Bike-Marathon von Kirchzarten. Ein Langstreckenmarathon mit angemeldeten 865 Männern und 46 Frauen am vergangenen Wochenende in vorausgesagter „Autobahnkategorie.“ Alles kam jedoch anders als erwartet. Die am Morgen herrschenden Temperaturen im zweistelligen Bereich ließen trotz vorausgesagter feuchter Witterung den letzten Funken Hoffnung nicht schwinden. So machten sich acht Teilnehmer des TuS- Peterberg (ein Biker aus der Abteilung Sonnenschein mußte an den Start geschleppt werden) auf die Ultra-Marathon Strecke von 116 km und 3150 hm und ein Marathon-Biker auf die 78 km und 2050 hm Strecke auf den Weg nach Kirchzarten. Pünktlich erfolgte der Start und aussichtsreich fuhren die motivierten und bestens vorbereiteten Biker zielorientiert. Wegen der miesen Wettervorhersage waren 395 Biker aller Distanzen trotz Anmeldung zu Hause geblieben. Diese waren wohl vom lieben Gott gewarnt. Schon nach 800 hm kam die Überraschung. Hagelschauer, Schneetreiben und Böen sorgten für einen Temperatursturz auf 4 Grad. Das Equipment vieler rennorientierten Biker ließ bei diesen äußerst widrigen und unerwarteten Bedingungen zu wünschen übrig. So musste auch unser erprobter Hamburg-Marathon-Läufer aus Bliesen leider wegen extremer Auskühlung nach 68 km mit der auf Platz eins liegenden weiblichen Ultra-Marathon-Teilnehmerin Vorlieb mit den Wolldecken und der hilfsbereiten DRK-Crew sowie einem organisierten Rücktransport mit weiteren 180 Langstreckenbiker Vorlieb nehmen. Die anderen Teilnehmer motivierten sich gegenseitig, schalteten mit den Handballen und kämpften gegen die widrigsten Wetterverhältnisse, die der Schwarzwald überhaupt zu bieten hat und die vielfach aufgeweichten, schlammigen Bodenverhältnisse sowie eisigen Temperaturen Kilometer für Kilometer , dem unscheinbar zu erreichenden Ziel entgegen. Die Stimme eines Zuschauers am Wegesrand: „Ihr könnt ruhig lächeln; schließlich macht ihr das freiwillig!; ich habe noch nie so viel Idioten zeitgleich gesehen“, wirkte nicht sonderlich motivierend. Aber dennoch konnte man anschließend bei den angesprochenen Bikern ein Lächeln an der unter einer dicken Dreckschicht schmerzverzerrten Gesichtsbacke feststellen. Sehr angenehm und außergewöhnlich waren die Brillenputzhelfer und die kurzfristig eingerichteten Bike-Waschmöglichkeiten an den Verpflegungsstationen. Sie verhinderten zumindest für die nächsten 3 - 5 km die Fahrt im Blindflug und auch an steileren Steigungen extrem nervende Kettenklemmer und dadurch unvorhergesehene längere Schiebepassagen. Endlich nach längerem Ausschalten von Gehirn und Verstand erreichte man unter vielfachem Beifall, zahlreichen Glückwünschen und einem bescheidenen Glücksgefühl völlig verdreckt das lang ersehnte Ziel in Kirchzarten. Gewinner ist hier jeder, der bei diesen extrem widrigen Wetter- und Bodenverhältnissen wohlbehalten den Zielbogen durchfahren konnte. Nachfolgend die beachtenswerten Zeiten unserer TuS-Biker:
-Andreas Gross, 6:48 Std.,
-Christian Thome, 6:50 Std.,
-Hermann Backes und Arno Maldener zeitgleich 7:32 Std.;
-Michael Jungmann, 7:36 Std,
-Lothar Frank, 8:01 Std
-Marion Backes und Birgit Kaufmann zeitgleich 9:20 Std.
-Rudi Niehren, Marathondistanz 5:26 Std.

Überaus toll ist vor allem die Leistung von unserer weiblichen Crew Birgit und Marion hervorzuheben, die mit Platz 29 das größte Ultra-Rennsportereignis Mitteleuropas beendet und durchgestanden haben. Da geht selbst nach dieser großen Distanz noch ein echtes Lächeln über die Lippen. Ein Riesenerfolg und großes Kompliment!!

Tagesausflug zum ZUMMETHOF !!!
18.6.2011 von Christoph.
Um den Geheimtipp der Gebrüder Frank zu testen wollen wir am kommenden Donnerstag (Fronleichnam, 23.06.2011) eine Tagestour zum Zummethof machen.
Das Treffen hierfür findet um 10:00 Uhr am Tennisheim statt.
Der Zummeterhof liegt inmitten von Weinbergen der Mosel mit Blick auf Leiwen und Trittenheim!
Bei hoffentlich schönem Wetter lade ich hiermit alle Interessierten zu dieser außergewöhnlichen Fahrt ganz herzlich ein!
Genaue Tourdaten folgen! (ca. 110 Km)
P.S.: An dieser Stelle wünsche ich allen Teilnehmern in Kirchzarten viel Erfolg und eine unfallfreie Heimkehr!

Quelle: http://www.qype.com/place/826739-Hotel-Zummethof-Leiwen/photos/996699?page=1
Wir sind Saarlandmeister !!!
15.6.2011 von Joel.

Am Wochenende fanden in Betzdorf, am nördlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz im Westerwald, die Südwestwestdeutschen und Saarland MTB Meisterschaften statt. Der TuS Peterberg war mit der Besetzung Maurice Backes, Lukas Kaufmann und Joel Backes vertreten.
Maurice, der noch keine Lizenz hat, war leider nur für das Hobbyrennen berechtigt. Auch die Wertung U15 Fun war mit starken Bikern aus Saar-Pfalz Cup und Rheinland MTB Cup besetzt. Die anspruchsvolle Strecke kam Maurice entgegen. Sicher hat sich da so mancher erfahrene Pilot gewundert, dass er von einem in der Szene noch Unbekanntem überholt wurde. Mit einem 1.Platz in einem 16-köpfigen Starterfeld beendete er das Rennen. Ein toller Erfolg für Maurice in seiner noch jungen Rennfahrerkarriere.
Die CC-Rennstrecke war technisch sehr anspruchsvoll, viele enge Singletrails mit wenig Möglichkeiten zum Überholen. Highlight für die rennsportbegeisterten Zuschauer aus dem Westerwald und auch für die Fahrer war eine angelegte Schanze, die 3-4 Meter weite Sprünge in den folgenden steilen Hang provozierte.
Das U19 Fahrerfeld, in dem Lukas startete, hatte eine sehr hohe Leistungsdichte mit Fahrern die deutschlandweit unter den Top 30 mitfahren. Mit einem starken 12. Platz hat er den TuS gut vertreten.
Joel musste sich am Morgen zunächst in der U15 Qualifikation auf dem Slalom-Trail-Parcours die Startplatzierung erkämpfen. Diese Slalom Wertung war ein Novum für ihn. Wenn auch die Fahrtechnik ansehnlich war, musste er sich doch eingestehen, dass hier noch die richtig aggressive Renntechnik ausgefeilt werden muss, um die fehlenden 4-5 Sekunden für die Top Platzierung einzufahren. So durfte er das Rennen erst im zweiten Startblock, sprich mit 8 sec. Rückstand antreten. Diesen Nachteil konnte er direkt beim Antrittssprint wettmachen und setzte sich gleich an den zweiten Platz. Fortan lieferte er sich ein Kopf an Kopf Rennen mit dem Erstplatzierten, einem Fahrer der bei Bundesliga Rennen mit Vorne dabei ist. Nach einer fehlerfreien Fahrt der Kontrahenten kam Joel knapp hinter dem Sieger ins Ziel. Mit dieser tollen Leistung wurde Joel Saarlandmeister und Süd-West-Deutscher Vizemeister.
Ein Rennwochenende mit Spitzenergebnissen, die ihresgleichen in der TuS Vereinsgeschichte suchen, geht zu Ende.
Die Leistungen sind auch ein großer Verdienst unseres Partner Clubs „RV Tempo Hirzweiler“, der die Fahrt nach Betzdorf organisiert und finanziert hat und ein Top Training und Coaching mit Franz-Peter Mailänder für die Fahrer bereit stellt.






Bike & Help
15.6.2011 von Sandra.
Dieses Bild wurde uns von der Bereitschaftspolizei zur Verfügung gestellt.

PROSECCO auf dem Teufelskopf
13.6.2011 von Birgit.
Vergangenen Samstag überließen 6 Hausfrauen und 4 mehr oder weniger Hausmänner, schweren Herzens ihre Familien einem ungewissen Schicksal und begaben sich auf den mühevollen Weg zum Teufels- und Schimmelkopf. Manches Hausmütterchen, konnte sich so gar nicht von Spülmaschine und Küche trennen und mußte zu Hause in der Seitersch abgeholt werden. Eine andere nutzten die Gelegenheit noch die Kohlenhydratespeicher zu füllen, bevor wir schweren Herzens über die Langheck unsere Heimat verließen. Unser Guide und Ehrenmitglied des Hausfrauenvereins führte uns sicher an der Prims entlang, durch Lockweiler, Wadern nach Wadrill. Über den wunderschönen Trail am “Weinfässchen” hoch gings in die wegweiserlosen Wälder rund um den Teufelskopf. Auf 695 m Höhe angekommen wurde eine kleine Rast im Sonnenschein eingelegt. Dabei überraschte uns eine Mitbikerin mit einigen Gläschen Prosecco aus ihrem Rucksack.



Gestärkt gings zum zweiten Etappenziel dem Schimmelkopf. Schnell gab’s ein Gruppenfoto und den Eintrag auf der berühmten Tafel.

Bei der Abfahrt nach Weiskirchen schlug dann der Pannenteufel zu und es mußte ein Plattfuß repariert werden. Ruckzuck wurde der Reifen von zwei technischbegabten Mitfahrern gewechselt. In dieser Zeit fand man auch den abgesprungenen Garmin wieder.


Da sich einige, dunkle Regenwolken am Horizont versammelten trat man auf dem Heimweg über Weiskirchen, Morscholz und Wadern etwas kräftiger in die Pedalen und landete den “Peterbergerkreisel” praktizierend, fast trocken wieder zu Hause.
Tourdaten: 59 Km 1035 Hm
Bericht zum Hexenbesenflug
10.6.2011 von Peter.
15 unerschrockene Hexenbesen flogen bei der 3. Tour de Culture durch die dunkle Vergangenheit der Hexenverfolgung im ehemaligen Amt Schaumburg und zur Vollstreckungsstätte, der “Schwarzburg” bei Lockweiler. Besonders erfreulich war, dass wir reichlich Weibsvolk unter uns hatten, die sich lautschallend, lachend über die Urangst der Männer ausliesen, dass man den “Allerwertesten früher auch weghexen konnte”. In heutigen Zeiten der Aufklärung, nennt man diesen Umstand ganz einfach “Impotenz”, die erwiesener Maßen nicht durch Hexenwerk verursacht wird.
Die Tour zeichnete den schicksalhaften letzten Gang der “Susanna Schoulle aus Exwiller” einer der Urahnen des “Scholle-Clans” nach, die am 21.11.1618 von Askebusenschützen in Thalexweiler verhaftet wurde, in der Schauenburg (Akropolis des Saarlandes) den Prozeß gemacht bekam, weil sie angeblich mit dem Teufel im Bunde stand. Sie gestand noch am gleichen Tage “im Guten” (wohl um der Folter zu entgehen und nicht noch weitere Verwandte beschuldigen zu müssen) und wurde am 31.12.1618 auf der Schwarzburg öffentlich hingerichtet. Insgesamt wurden im Saarland in der Zeit von 1587 - ca. 1670 über 4.600 Hexen und Zauberer zu Unrecht verfolgt und gerichtet.
Die Familie Schouller - bis zum Hexenprozeß eine angesehene Bürgermeisterfamilie in Thalexweiler - wurde nach “Hölzershausen” verbannt. Auch diesen Ort fanden wir. Von dort diffundierten die Scholle dann ins Bohnental und rüber nach Hasborn-Dautweiler. Rudi erklärte noch die besondere Bedeutung der alten Maierei Hasborn-Dautweiler für das Frauen-Kloster in Fraulautern und warum die Haschborrer heute noch wohlhabender sind, als die umliegenden Maiereien. Und Birgit verstand plötzlich ihre Bluterfrischende Wertschöpfung für das inzuchtgeplagte Dorf.
Welche heidnische Bedeutung der Maibaum hat, welch tollen Fruchtbarkeitstänze man zur Wallpurgisnacht feiern durfte, warum sich der Kaltenstein auf dem Hoxberg an Karfreitag dreht und wie MANN überhaupt HEXEN erkennt, DAS ALLES konnte man bei dieser “Tour de Culture” erfahren.
Insgesamt kamen wir schön ins Schwitzen, bei dieser Bußfahrt über den Schaumberg, die Imsbach, Primstal, Krettnich, rein in die mysthische Schwarz- und Henkersburg. Wie verhext kam es auch zu einem Überschlag - Gott sei Dank, ohne ernsthafte Bläsuren. Und auch der Plattfuß von Ferdi war nur eine Einbildung. Häbber zauberte sich von der Langheck abkürzend schneller zum Bier, als der Resttross, der treu-doof auf ihn wartete. Und Schlussendlich wurden alle unsere Gebete erhört. Das BIER war schön kalt, die Hexen waren allesamt appetitlich und gut drauf an diesem Tag. Nur die Wolken zeigten ihr traurig, graues Bild. Ich werden noch lange an Susanna Schouller denken, die Unschuldig in den Tod gegangen ist und ihren Scholle-Glan vor weiterem Ungemach bewahrt hat.
Daran sieht man einmal mehr, wie genießenswert unser Bikerleben im HIER und JETZT ist.