Frauenpower on tour

Am 11. August startete die Frauenpowergruppe zunächst mit 7 Personen bei idealem Bikerwetter ihre 2-Tagestour. Gutgelaunt und hochmotiviert, einheitlich im grünen, bzw. roten TuS-Trikot, die Satteltaschen und Rucksäcke vollgepackt mit Butterbroten, Abendgarderobe, Kosmetika und allerlei Arznei ging es los zu der über 100 km langen Tour nach Weinsheim, in der Nähe der Nahe zum „Gästehaus und Weingut Funck-Schowalter“, und das ohne männliche Unterstützung. Pünktlich um die Mittagszeit die erste Rast auf einer grünen Wiese im Ortszentrum von Birkenfeld. Voller Energie ging es dann weiter Richtung Idar-Oberstein, wo die 8. Bikerin um 14:00 Uhr die Gruppe vervollständigen wollte. Der Weg dorthin war sehr idyllisch und landschaftlich so wunderschön, dass eine Bikerin vor lauter Begeisterung und Bewunderung der Landschaft einen Pfosten (Poller) übersah und eine unsanfte Landung über den Lenker hinlegte. Trotz mittelschwerer Verletzungen war eine Beendigung der Tour für sie keine Option. (Ein Mann hätte definitiv gejammert). Die geplante Ankunftszeit wurde trotz aller Schikanen eingehalten und es blieb noch Zeit für einen Einkehrschwung in einer Eisdiele, wo auf den Schreck bereits die ersten Bierchen geordert wurden. Anschließend ging es in flottem Tempo über Kirn, Bad Sobernheim weiter nach Waldböckelheim. Gegen Ende der Tour wurde der Geräuschpegel doch deutlich niedriger. Als am Ziel, einer schönen Vinothek in Waldböckelheim jedem klar wurde, dass wir nur zur Schlüsselübergabe dorthin fuhren und die Unterkunft noch 7 km entfernt liegt, wurde es erschreckend ruhig. Ein angebotener Shuttle zur Unterkunft wurde freudig angenommen. Jedoch war ein Fußmarsch am nächsten Morgen zurück zu den Rädern auch keine Option. Und dann die Rettung in der Not! Die Vermieterin bot uns einen „Secco“ als Begrüßungsdrink an. Dieser wurde einstimmig angenommen und wirkte wahre Wunder. Bei den zukünftigen Touren der Frauenpowergruppe wird man nun auf Müsliriegel verzichten und stattdessen einen „Piccolo“ in den Rucksack packen. Dies verleiht Flügel…In bester Stimmung, Geräuschpegel am Maximum, erreichten wir dann unsere Unterkunft in Weinsheim, 111 km auf dem Tacho. Eine lauschige Sitzecke in einem Innenhof, dazu ein Kühlschrank voll mit „Secco“ und verschiedenen Weinen was will „Frau“ mehr? Das „Vorglühen“ konnte beginnen. Etwas verspätet, aber gutgelaunt und aufgehübscht, ging es dann zum reservierten Tisch der Dorfpizzeria. Den Italiener tauften wir für einen Abend auf den Namen „Luigi“ und er verwöhnte uns mit allerlei leckerem Essen. Zum Abschluss des genialen Tages haben wir in unserem Innenhof noch bis Mitternacht gelacht und nachgeglüht.

Tag 2 stand unter dem Motte: „Mir mache us kän Stress“! Nach einem perfekten Frühstück fuhren wir in“Bad Münster am Stein“ an den Salinen vorbei,  zum Frühschoppen nach Bad Kreuznach  und Endziel war der Biergarten in Bingen. Die Rückfahrt bis Türkismühle  mit dem Zug und die letzte Etappe mit dem Rad in den Biergarten der Johann Adams Mühle.

Kommentar einer Bikerin: „Scheen wors, on mir han gar ned gezänkt“.

Fazit der Tour: Die Tour mit Männern war schön, aber ohne auch!

Vorschläge für nächstes Jahr: Die neu renovierte Jugendherberge am Schaumberg und vorher ca. 40 Runden den Herzweg fahren…Dann dürfen auch die Männer mit!

(Jutta Backes)

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