Geführte Trail Tour Schaumberger Land des TuS Peterberg 2018 – Noch mal enormer Zuspruch und begeisterte Teilnehmer

Zum 6. Mal fand in diesem Jahr die „Geführte Trail-Tour“ des TuS Peterberg in Kooperation mit der Gemeinde Tholey statt.

Bei idealem Biker Wetter mit Sonne und angenehmen Temperaturen haben sich ca. 130 Mountainbiker eingefunden, um mit uns die schönsten Mountainbike Wege rund um den Schaumberg zu genießen.

Nach der relativ geringen Anzahl von Voranmeldungen, waren wir überwältigt von dem enormen Zuspruch. Gut, dass wir im TuS Peterberg mittlerweile über eine große Anzahl von erfahrenen MTB Guides verfügen und so trotz Ferienzeit, flexibel und professionell auf den Gästeansturm reagieren konnten. Insgesamt waren 19 Guides, 2 Catering Girls, 1 Notfalldienst und eine Chefeinkäuferin im Einsatz. Das Team hat klasse zusammen funktioniert, was uns auch viel Lob der Biker Freunde einbrachte.

Für die Teilnehmer war offenbar kein Weg ins Schaumberger Land zu weit – quer über das Saarland verteilt und auch über die Landesgrenze hinweg waren die MTB Fan´s angereist. Nach einer kurzen Begrüßung, der Ansage von Verhaltensregeln und der Gruppeneinteilung machten sich die Biker in 3 Leistungsstufen (ca. 38 – 45 km und 700 -1200 hm) auf den Weg.

Die angenehmen Temperaturen, die coolen Trails, die traumhaften Aussichten und Sehenwürdigkeiten der Gemeinde z.B. Hofgut Imsbach, Wortsegel oder die herrliche Fernsicht vom Schaumberg bis in die Vogesen, ließen die Anstrengungen schnell vergessen.

Die geplante Verpflegungsstelle an der Imsbach-Kapelle haben wir spontan ein paar hundert Meter verlegt, um die Romantik des Paares, die sich zeitgleich das Ja-Wort vor ihren Gästen in der Kapelle gaben, nicht zu stören.  So manchem Gastfahrer war bei der Zwischenstation die Anstrengung schon anzusehen, so dass unsere kostenfreie Bewirtung mit Kuchen, Obst, Müsliriegeln und Getränken umfänglich angenommen wurde.

Mit aufgefüllten Speichern gings dann in die Schlussetappe. Jede Gruppe hatte sich dafür einen besonderen Streckenabschnitt eingeplant, um den Gästen die Tour möglichst nachhaltig in Erinnerung zu verankern. Entweder wurden die Biker mit einem flowigen 220 Tiefenmeter langem Downhill am Schaumberg belohnt oder auf der Panoramatour wortreiche kulturelle Erklärungen an den Sehenswürdigkeiten vermittelt.

Die Gruppen sind geschlossen bei immer noch strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen zwischen 17:15 und 18:00 zurück gekehrt und Gott sei Dank, gab es keine nennenswerten Verletzungen.

Gefreut hat uns, dass sich die allermeisten Teilnehmer noch zum Apres-Bike im Tennisheim einfanden und bei ausgelassener Stimmung die Tourerlebnisse austauschten, fachsimpelten, neue gemeinsame Mountainbike Tourpläne schmiedeten und reichlich Kaltgetränke orderten.

Die Gastbiker waren durchweg begeistert und gaben uns tolles Feedback. Den Vereinsmitgliedern hat es ebenfalls viel Freude bereitet, unsere Highlight Trails zu zeigen und die Bestätigung zu bekommen, wie wundervoll Land und Menschen im Schaumberger Land sind.

Ein ganz dickes Lob aus dem Vorstand an das gesamte Team für die Top Organisation.

6. Geführten Single Trail Tour-Schaumberger Land am 07. Juli 2018

Liebe TuS Biker,

nachdem unsere Single Trail Touren in den letzten Jahren mit toller Resonanz angenommen wurden, bietet der TUS Peterberg in Kooperation mit der Gemeinde Tholey auch in diesem Jahr wieder eine geführte Tour über die schönsten Trails im Schaumberger Land an.

Das Orga Team würde sich freuen wenn auch die Vereinskameraden noch mal zahlreich mit auf Tour gehen.

  • Technik-Sport – Tour (ca. 45 km, 1200 hm)
    Überwiegend anspruchsvolle Trails, die eine gute Grundkondition und MTB Fahrtechnik erfordern wenn´s richtig Spaß machen soll
  • Flowige Trails – Tour (ca. 40 km,  900 hm)
    Für sportliche Mountainbiker, die es nicht ganz so hart mögen
  • MTB Panorama Trails – Tour (ca. 35km, 600 hm)
    Unsere schönsten MTB Panoramatrails – die gewählten Wege sind fahrtechnisch gut zu bewältigen, aber auch hier ist etwas MTB Fahrtechnik erforderlich

Termin – Ablauf – Organisation

  • Start: 07. Juli 2018, 13:30, Kirmesplatz in Tholey-Hasborn, Im Brettel 8
  • Rückkehr: ca. 18:00 (Duschmöglichkeiten im Tennisheim)
  • Teilnahme incl. Zwischenstopp mit Getränken/Snacks ist kostenlos
  • Optional Abschlussessen im Tennisheim ab 18:00
    (Essen ist für Selbstzahler über unsere Anmeldeseite buchbar)

Das Orga Team würde sich freuen wenn auch wieder die Vereinskameraden zahlreich mit auf Tour gehen. Damit wir besser planen können, meldet euch auch bitte über den u.a. Link (Homepage TUS Peterberg, Aktivitäten, Anmeldung – http://www.tuspeterberg.de/aktivitaeten/anmeldung/) bis zum 04. Juli an.

Gerne könnt ihr die Einladung (anliegende PDF File) an interessierte Biker aus eurem Bekanntenkreis weiter leiten.

Einladung Single Trail Tour TUS Peterberg_Gemeinde Tholey 07. Juli 2018_ V0

 

Tour de Culture – Grenzenlos spannend (Bericht)

Zur „Tour de Culture“ – Radtour 2018 mit dem Thema: „Grenzenlos spannend“ starteten 38 muntere Biker am Schaumbergbad. Die ersten Höhenmeter von insgesamt 800 wurden sogleich Richtung Herzweg „abgefrühstückt“. Oben an der Ski-Wiese erwartete der Buchautor und Heimatforscher Thomas Besse den noch vollständigen Tross am ersten Grenzstein des historischen „Abtei Waldes unterhalb der Burg“ (s. Foto: TdC_Schaumberg). Dass dieser Stein von 1752 echt sein musste erkannte man an dem „links-gewendeten“ und eingravierten Abtstab. Thomas Besse wusste hierzu eine Anekdote zu erzählen, nämlich dass der Stein schon einmal von einem Landwirt entwendet wurde und auf kritisches Anmahnen des Bürgermeisters wieder nachts und heimlich zurück gebracht, jedoch falsch herum wieder in den Boden eingegraben wurde. So zeigt der Abtstab nicht Richtung Wald, was korrekt wäre, sondern Richtung Wiese.

Weiter ging es über schattige Pfade und Wege auf eine Abfahrt entlang weiterer ehemaliger Abtei Wälder am Blasiusberg und Kapelle vorbei ins Bergweiler-Sotzweiler Tal und quer durch die Niederwiese. Schönstes Kaiserwetter, frische Luft und herrliche Panoramen und Aussichten sorgten für Beste Laune unter den Bikern. Doch bereits der nächste Anstieg, die Durchfahrt des wieder schattig, kühlen Engscheider Waldes beförderte Schweißperlen auf die Haut und Durst in die Hälse. Gut dass es grob Richtung Höchsten ging und die dortige Pause bereits angekündigt war. Der zweite Stop ereilte uns planmäßig an der ehemaligen Herrschaftsgrenze und dem Dreibannstein zwischen der Baillage du Schaumbourg (ehemals Lothringen), der Grafschaft Pfalz-Zweibrücken und der Grafschaft Nassau-Saarbrücken von 1767 (s. Foto: TdC_Finkenrech und …_stein). Weiter führte Thomas Besse zu den Irrungen und Wirrungen unseres Schaumberger Landes bis hin zur französischen Revolution aus und konnte hierbei aus seinen jüngsten Veröffentlichungen Belege zum Besten geben. Wer hätte gewusst, dass mit Stanislaus der Erste I. Leszczyński (1737 – 1766), sozusagen ein Pole, Herzog und somit Herrscher über Lothringen und unsere Urahnen gewesen ist?

Weiter ging es Richtung Aschbach und den früheren Aschbacher Ortsteil Henselhofen und durch dortige Abtei-Wälder, denn auch dieser Ort, wie auch Gresaubach, Thalexweiler, Steinbach und sogar Dörsdorf, ja sogar Marpingen gehörte früher zum Schaumberg-Amtsgebiet. Das Beste daran war, neben der wundervollen Aussicht ins Theeltal mit Blick bis zu den Dillinger Hütten-Schloten und noch weiter hinaus in den Saargau, die erneute Abfahrt. Leider gingen uns kurzfristig ein paar Nachzügler verloren. Jetzt zeigte sich, was die nahezu professionell geschulten und erfahrenen Tour Guides des TuS Peterbergs so wertvoll macht. Kurzum wurden alle Biker bis zum Sportplatz Aschbach wieder zusammen geführt. Leider verließen uns an dieser Stelle die ersten 3 Mitfahrer. Sie hatten die Ausschreibung nicht richtig gelesen. Vierzig Kilometer in einfachem Geläuf unterscheiden sich doch dramatisch von solchen mit 800 Meter Aufstieg. Jetzt konnten wir den extremen Aufstieg rauf nach Höchsten ohne schlechtes Gewissen antreten. Unser ältester und treuster Tour de Culture Mitfahrer, Norbert Meisberger (80) aus Theley, machte dagegen keinerlei Huddel und folgte wie ein Jungbrunnen direkt am Hinterrad des TourGuides stoisch weiter.

Selbst beim Dritten Stop im Homeswald, konnte er hellwach den weiteren Ausführungen von Thomas Besse folgen. Doch jetzt rief das (alkoholfreie) Weizenbier von Höchsten derart deutlich herunter, dass manch einer halluzinierte und weiter wollte. Frei nach dem Motto, nicht das Weizenbier, sondern: „Der Berg ruaft!“ Dank der 300 Watt im Bosch-Motor konnte der TourGuide mit seinem mintgrünen Lastenrad zunächst die Querung der Landstraße für Alle absichern und dann vorbei am Geächze der nicht motorisierten Räder den letzten Stich zur höchsten Erhebung des Landkreises Saarlouis aufsteigen. Dank dem gewohnt, besten Biergarten-Service von „Steffi“ reichten genussvolle 30 Minuten Pause, die Flüssigkeits-Reservoire der Radler wieder aufzufüllen. Das Café Waldfrieden auf Höchsten wurde seinem Ruf, das vielleicht bikerfreundlichste Waldcafe zu sein, mehr als gerecht.

Mit Sondergenehmigung wurde der Truppenübungsplatz „Die Hölle“ gequert, ein weitere ästhetischer Erlebnis-Happen, der Blick rüber zu unserem Hausberg, geschnappt und quer durch Wiesen und historische „Awenner“ der Durchstich zur ehemaligen und heute verschollenen Siedlung Hölzershausen am Fuße des Ritzelberges gemeistert. Und immer mehr trennte sich die Spreu vom Weizen. Wer „Gnade mit seinen Waden“ hatte, bog Richtung Hasborn und Heimat kurzerhand ab und visierte den Schongang an.

Die Anderen Konditionsbolzen lauschten weiteren Anekdoten des historisch bewanderten Guides und lernten so, warum die „Haschborer Mäde“ früher nicht die „Däschderscher oder Iwwerrother Burschen“ heiraten durften. Eben weil sie sprichwörtlich etwas „Besseres“ waren, nämlich Untertanen des Frauenklosters von Fraulautern, welches unter dem besonderen Schutz des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. standen. Die umliegenden leibeigenen Dörfler mussten sich schon von ihren Herren freikaufen, wenn Sie in dieses paradiesische Nachbardorf umziehen wollten. So ist in manch einem Mythos oder Märchen ein wahrer Kern enthalten. Und nur die Mitradler oder -Wanderer der Tour de Culture erfahren die ganzen, recherchierten Wahrheiten, mitunter auch einmal mit einem Zwinkern und einem Lachen im Blick.

Weitere Höhenmeter, schwierige Wegpassagen und die Hitze forderten weitere Opfer und nur der unbedingte Durchhalte Willen der Härtesten ließen sie noch den Allerwald, den Bitschberg, das Hofgut Imsbach und die Grenze nach Oldenburg, sowie die Johann-Adams-Mühle und dann die Rückkehr zum Schaumberg Bad grenzenlos spannend erleben. So kamen von ursprünglich 39 Mitradlern lediglich 11 Wadenquäler am Ziel an und gönnten sich in lockerer, entspannender Runde den letzten Trink. Und so schlossen wir 2018 die Tour de Culture auch mit dem Prädikat grenzenlos zu schwer ab. Norbert Hinsberger, der achtzig Jährige Schaumberg-Turm-Bezwinger und Tour de Culture Älteste, erwartete mich den Tour-Guide am Bad mit einem Zwinkern und der Frage: „Peter, was hast du denn für die TdC 2019 schon geplant!“ Er werde in jedem Fall auch mit 81 wieder und dann zum Fünften mal dabei sein!

Mein lieber Schwan! Oder sollte ich besser sagen: „Alter Berschmann!“

So long. Und, Glück Auf!
Yours

Thomas Besse erklärt den Dreibannstein am Finkenrech

Der Abtstein am Herzweg
die letzten Meter zum Waldcafe auf Höchsten

Peter Schneider