Rückblick: Tour de Culture 2019

„Niemals verließ ich den Hügelring“ als RadTour de Culture war ein voller Erfolg

Die Radbegleiter vom TuS-Peterberg und der belesene Guide Peter Schneider fuhren sozusagen eine „Hommage an den berühmten Dichter Johannes Kühn“, über die Wanderpfade des Poeten. Johannes‘ Dichtung und Verse verwoben sich wunderbar mit den Frühlingsbildern der Hasborner Hügel. Nach der Premiere einer „Stadtrundfahrt“ durch die Gassen des Dorfes am „Eckstein Denkmal“, dem Marktplatz mit Blumen schmückendem Ortsvorsteher, dem neuen Stahl Denkmal und der Kirche in der Dorfmitte vorbei – dort ein kurzer Stop und den „Straßensteher“ und „Die Kirche“ vorgetragen. Weiter am Wohnhaus des JK mit Schwester Martina davor: „Der Johannes ist beim Huddi!“ – über den Friedhofspfad zum Garten der Patentante, des Guides „Oma Lena“ (Magdalena Schneider, geborene Scholl) vorbei, in deren guten Stube der Dichter des Mittags oft verweilte und zu deren Lebzeiten noch vielleicht „Die Uhr“ gedichtet hat? Weiter und weiter über Land zum Wortsegel – Dort mit Anekdoten aus dem Literaturbetrieb von Klaus Behringer, Vorsitzender des Saarlandischen Schriftsteller Verbandes, zum Schmunzeln gebracht – flossen die Radler bei optimalem Wetter durch die prallen Wiesen und Wälder, Felder. Nur einmal verließ man den Hügelring bei Thalexweiler, der Wohnstatt von Johannes „Dichterknecht“, dem besten Freund Benno Rech und dessen Frau Irmgard ihrer Wohnstatt, die Kühn auch oft erwandert hat.

Jedes neue Panorama eröffnete auf den 32 Kilometern neue Aussichten und frische Einsichten in die Dichtkunst mit den Zitaten aus „Hügelland“ und „Bauernwagen“ auf der Höhe von Dörsdorf. An der Brachmannswiese dann „Hasborn“ und davor noch von Rüdiger Holz der „Zeppelsborn“ und die Erschaffung der ersten Wasserversorgung von 1904 und die Bedeutung von „Krane-Wasser“ erklärt. So zogen die Biker vorbei an „Zikaden“ hinterm Allerwald und am Johannes Kühn Stein dann das Gehorche an „Schutthügel“ und „Das Hügelgrab“. Es war so spannend und lyrisch, dass wir nach fast drei Stunden abkürzen mussten, so dass am Wasserweg das letzte, jedoch hochwertigste Gedicht zu hören war: „Nun mit den Raben“, von dem der Verleger Michael Krüger im Film sagt: „Dies ist vielleicht eines der besten Gedichte des 20.-igsten Jahrhunderts.“ gefolgt von „Im Gasthaus“.

Auch uns „fiel dann die gelbe Sonne, ins gelbe Bier“ und der absolute Höhepunkt war dann „der Winkelgast“, der gefeierte Dichter Johannes Kühn kam Punkt fünf und gab uns die Ehre und sein Signet auf würdiges Blatt Papier. So hatten auch wir an diesem unvergesslichen Ausflugs-Tage, den Lohn ohne Frage, aus Papier, Stift, Bier, Zigarre und Natur. Pur. „So macht Heimat Spaß!“

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