Nachwuchsbiker am „heiligen Berg“

Mont Ventoux – Nachwuchsbiker am „heiligen Berg“ der Tour de France 

Das Dach der Provence,  der sagenumwobene Mont Ventoux ist einer der 4 „heiligen Berge“ der Tour de France. Er fordert offenbar -so ist vielen Schilderungen zu lesen – letzte Kraftreserven von den Bikesportlern und leider auch oft mehr. Also eine echte  Herausforderung zum Kräftemessen, um von 300m auf 1908 m am Stück 1600hm zurückzulegen.Nachdem unser 12-jähriger Jungbiker Joel erfahren hatte, dass wir bei unserem Kanu Urlaub an der Ardeche ganz in der Nähe sind, gab´s nur noch ein Thema: Wann geht´s rauf?Nachdem ich das Thema nicht mehr wegdiskutieren konnte, hatte ich mir eine Strategie zurechtgelegt, wie wir es unbeschadet schaffen könnten.300hm – 15 Min Pause, 200 hm wieder Pause, 200 hm wieder Pause, … dabei Puls im Auge behalten, ….Doch es kam leider anders!Zunächst 36 Grad dann zwischendurch 42 Grad und von den oft beißenden, kalten Winden war leider auch nichts zu spüren.Nach 300 hm dann mein Vorschlag: Lass uns kurz Rast machen!  Antw.: Komm, ein bisschen fahren wir noch.Nach 500 hm: So jetzt wird´s Zeit für eine Pause.  Antw.: Komm, ich bin noch gut drauf, ein bisschen fahren wir noch.Nach 800 hm: Wir müssen jetzt Pause machen sonst schaffen wir es nicht.  Antw.: Ich habe mit meinem Bruder gewettet, ich will durchfahren!Nach 1200 hm: Mir reichts jetzt; ich mache jetzt Pause und esse jetzt mein Brot! Jungbiker: Füll mir meine Flasche, ich fahre in der Zwischenzeit auf dem Rastplatz hin und her.Nach 5 Minuten hatte ich dann die Faxen, alleine dazusitzen und zuzusehen, wie ein fanatischer TUS Jungbiker um mich herumfährt und bin dann auch wieder aufs Bike.Endlich, um 14:30 haben wir die weiße Kuppe des Mont Ventoux zum ersten Mal erblickt.Jetzt würden wir die letzten 200hm auch noch schaffen. Dass unser Jungbiker dann am „Zielhang“ noch mit einem Sprint loslegt, kam dann doch zu überraschend, um ihm die Zieleinfahrt noch streitig zu machen.Mein Vorschlag, eine alternative Abfahrt zu wählen, bei der wir dann noch ca. 50-100hm hätten fahren müssen, wurde dann doch energisch mit unglaubwürdigen Begründungen abgelehnt und die direkte Abfahrt vorgezogen.
Leider konnten Takker und Manuel nicht wie geplant dabei sein! Das hätte bei euch sicher auch einen Flow gebracht.

Die Auffahrt zum „heiligen Berg“ können wir allen ambitionierten TUS Bikern empfehlen, die auch gerne ausnahmsweise mal hm auf Teer fahren wollen, um in die Strapazen einer Tour den France Etappe Einblick zu bekommen. Die Franzosen sind echte Biker-Fans, bei der Auffahrt wird man von unzähligen Passanten und entgegenkommenden Autos mit Hupkonzerten und Rufen angefeuert. 

Autor: Markus B.

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2 Gedanken zu „Nachwuchsbiker am „heiligen Berg“

  1. Hallo Joel
    Gut gemacht;hast dem Alten mal gezeigt wo der Hammer hängt,
    Diesen Berg will ich seit 15 Jahren hoch und war immer noch nicht da ,in disem Sinn viel Spass beim Training und nächstes Jahr wirst du mich wahrscheinlich auch bei,
    Wiesbachrennen schlagen.
    mfg

    Chris

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